Schneeflöckchen – Weißröckchen

6 März, 2010 (11:53) | Werner Theis | lug & trug, zugvögel/wind.bahnen | Kommentieren

Es tanzen Flocken um den kalten Wind,
Sie wirbeln sich im Kreis, als gäb’s kein Morgen:
Man möchte sich von ihnen Leichtsinn borgen
Und fröhlich sein, so wie als kleines Kind.

So fallen sie, des Winters zarte Boten,
So schön, so weiß, als gäb’ es keinen Tod.
Sie decken ab, was unsern Blick bedroht,
Was wir zu wissen uns doch selbst verboten.

Man schaut von innen auf das wilde Treiben,
Wenn’s weiter friert, dann stirbt sich’s in der Stadt,
In Ecken, wo die Ausgegrenzten bleiben,

Die unser Leben ausgeworfen hat.
Die Wärme drinnen endet an den Scheiben:
Dort wird man mit- und aneinander satt.

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Beitrag vom: 6 März, 2010 (11:53) | Autor: Werner Theis | Rubrik: lug & trug, zugvögel/wind.bahnen | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


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