Eisberg aus Gedichten

20 Februar, 2010 (22:42) | Hartmut Sörgel | netz@uge.nblick | (2) Kommentare

 
Gesichter im tauenden Schnee
Ich sammle alle
und trage sie davon

Ein Eisberg
aus Schneebildern
Bäume wispern
und neigen sich im Wind
einander zu

Spechte trommeln
trtrtrtrtrtrtrtrtr
Die Bäume tanzen

Und ich auch
mit dem Eisberg
auf dem Rücken

Fast unsichtbar
irgendwo darunter
in den Bildern

Ich tanze in die Stadt
Bäume auch und Spechte
Die Leute munkeln
ttztztztztztztztztz

Hampelmann
Klimakatastrophe
Wolkentänzer

Gedreht, gewendet
fliegt das Klima in die Wolken
nur Strophen bleiben
und ein Katarakt
aus flimmernden Gedichten
fällt in den Schnee
Eisberg in der Stadt

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Beitrag vom: 20 Februar, 2010 (22:42) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | (2) Kommentare
Kommentare



Surrmann schrieb:

Was haben die Bilder aus Dir gemacht? Was macht den Künstler -und vielleicht das ganze Leben- aus?: Dass er die Bilder des Lebens sammelt, unter der Last tanzt, fast unsichtbar in die Bilder eingeht und nichts auf das Munkeln der Leute gibt, damit er seine flimmernden Gedichte malen kann. Eine schön-schwere Last! Elvira

Kommentiert am 23. Februar 2010 um 17:46



Hartmut Sörgel schrieb:

Und auch eine leichte schöne Last, manchmal Flügel ins Unendliche.
Schön wie du den Text deutest.
Daran habe ich gar nicht gedacht, oder vielleicht unbewusst?

Hartmut

Kommentiert am 23. Februar 2010 um 23:59



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