in der notaufnahme

29 Januar, 2010 (08:49) | Sylvia Hagenbach | tage-bau | (2) Kommentare

das wartezimmer ist voll. blasse, verstörte, versehrte. schockierte augen.augen schauen nach innen, auf den fussboden oder nach draußen, wo ein ambulanzwagen nach dem anderen eintrifft. sirenen fern und nah, türen werden aufgerissen, zugeschlagen. augen schauen auf den fernsehschirm oben, Frauentausch und Big Brother. ein junger arzt (wieso kann der schon ein arzt sein, du lieber himmel, bin ich alt geworden!). er dreht meine beine hin und her, drückt hier und da, nachdrücklich aber nicht zu grob. wieder auf dem flur, menschen in weiss eilen, ihre augen streifen dich nicht einmal, du bist ein knie. das wird jetzt durchleuchtet. alles klar, kein bruch, kein schleimbeutel kaputt. nur blau und aua. muss in die kühlung und aufs sofa. ohne frauentausch. ohne big brother. oh danke, danke, danke!

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Beitrag vom: 29 Januar, 2010 (08:49) | Autor: Sylvia Hagenbach | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (2) Kommentare
Kommentare



Nico Fuchs schrieb:

Meiner sprach gebrochen deutsch. Mag ich gerne hören. Russischer Akzent.
Nennt jedoch solch Sachen wie
[…] ich will nicht, aber muss durch den nagen nähen […]
Mein Flehen? Dies zu tun!

Kommentiert am 3. Februar 2010 um 10:20



sylvia schrieb:

:-))) ja Nico – autsch…

Kommentiert am 7. Februar 2010 um 11:25



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