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Alles auf Anfang

10 August, 2010 (20:02) | Werner Theis | netz@uge.nblick | Kommentieren

Am Ende sticht der Tag ein Loch in die Nacht
das Licht ins Dunkel bringt

Straßenleuchten werfen sinnlos Restschatten auf das Trottoir
Schuhe treten beflissen Wege an die im Ungefähren enden
sich in Zufälle ballen und leinen Hunde an
Nachtwesen sterben im Morgenrot

Jetzt noch schnell auf Anfang setzen
bevor das Abendrot den Schalter umlegt:

Immerschwärze

Beitrag vom 10 August, 2010 (20:02) | Autor: Werner Theis | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Tropisch II

17 Juli, 2010 (10:31) | Uwe Schick | netz@uge.nblick | 3 Kommentare

Mann ist das heiß. Der Sommer macht den Erwartungen alle Ehre, übertrifft sie sogar. Was meint ihr? Es gibt doch viel Gejammere – zu heiß sei er. Da sage ich: Ich mag diesen Sommer. Aber die produktive Arbeit fördert er nicht. Wusstet ihr schon: Klimaanlagen sind ausverkauft. Am Schreibtisch rinnt der Schweiß und macht Flecken auf mein Hemd. Die Schuhe habe ich schon lange ausgezogen.

Wochenende: Die Badessen sind umrandet mit glänzenden Körpern. Auf der Wasseroberfläche schimmert Öl. Ganz ohne einen Bohrturm von BP. Ich schließe die Augen.

Beitrag vom 17 Juli, 2010 (10:31) | Autor: Uwe Schick | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | (3) Kommentare


Ein bisschen Siegen

18 Juni, 2010 (20:06) | Werner Theis | netz@uge.nblick | Kommentieren

Auch wenn Du sagst, Du wagst es nicht,
Trägt doch Dein Wort so viel Gewicht,
Dass es mich niederschlägt und gründet,
Was rasch in Angst und Zweifeln mündet.

Das Fliegen ist es, das man will;
Dort oben ist es leicht und still,
Man ist nicht voller Erdenschwere,
Voll Tragik und voll Sinnesleere,

Man streicht durch Wolken, spürt das Licht,
Man fühlt die Freude ohne Pflicht,
Vergisst, wie man sich quält und schindet,
Bis man den kleinen Glücksstein findet.

Ich seh es schon an Deinem Mund.
Er tut mir heut nichts Gutes kund.
Ich seh die Furcht und auch die Sorgen.
Ach könnte ich Sekunden borgen

Vom schönen Schein, vom Himmelblau:
Ich gäb sie Dir, Du weißt‘s genau.
Bleib jetzt bei mir und lass uns fliegen
Und vor dem Fall ein bisschen siegen.

Beitrag vom 18 Juni, 2010 (20:06) | Autor: Werner Theis | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Glücksuche

4 Mai, 2010 (21:41) | Werner Theis | netz@uge.nblick, zugvögel/wind.bahnen | Kommentieren

Dann war da noch die Vergebung
Verpasster Gelegenheiten
An fernen Ufern gelegen
Türmten sich Lebensträume auf

Doch war da auch Sonne
Mond und Sterne im Blau
Im Schwarz im Grün sah ich
Tau blitzen Liebste Türen öffnen

Sich an Kirchenschiffen
Die Türme stechen den ganzen Himmel
Ab und der Vogelflug kündet
Nichts Gutes nur von Frühling Herbst

Und da war viel mehr Meer gewellt wie
Dein Blondhaar du Engel du
Ewiges Weib Verrufene wie
Angebetete zeigst dich am Fenster

Wie Gott dich schuf dass
Mann dich sehe und verfalle
In Maulaffenfeil im Dunkel der
Alten Platanen das leise Getuschel

Verschatteter Gestalten auf sommer-
Hitzig kretischen Marktplätzen
Dem Weine geneigt dem Kaffee
Zugetan ein Carpe diem tropfend

Ein Laissez faire – laissez passer süß
An den Lippen hängend und da war
Dann die Gelegenheit endlich die Glück-
Suche als vergebens einzustellen

Beitrag vom 4 Mai, 2010 (21:41) | Autor: Werner Theis | Rubrik: netz@uge.nblick, zugvögel/wind.bahnen | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Zeltebauer der Zeitenwenden

22 April, 2010 (00:10) | Elvira Surrmann | netz@uge.nblick | 6 Kommentare

Mein Freund, auch du ein Zauberlehrling? Goethesche Erfahrung
lockt dich, du suchst für deine Poesie nach neuer Nahrung
und rufst den alten Meister dir zur Seite,
legst alte Weisheit in den neuen Topf zur Aufbewahrung?

Der weise Meister sprach vor tausend Jahren, seht die Sonne,
die ich für euch berechnet zum Kalender: nichts für Fromme,
die ihre Welt mit ihrer Wahrheit füllen,
dass nämlich Gottes Zorn am Ende über alle komme.

Der alte Weise war ein Meister seiner Zeitenwende.
Die Frauenherrschaft brach er durch des Mondkalenders Ende.
Der Tag erhob sich, Dunkel sollte weichen,
dass niemand einen Weg zurück zu altem Wissen fände -

das lange vor ihm Finsternis und Licht als Gleiches nannte
und ohne Unterschied, wie Welle man und Teil erkannte
in dieser Zeitenwende uns’res Lebens,
- wie jede Zeit stets durch ihr Wissen alte Ängste bannte.

Mein Freund, dein weiser Meister nennt die Welt nur Schein und Träume.
Gerechtigkeit hält ihm zusammen alle Weltenräume.
Genieß’ den Wein, Erkenntnis scheint nicht möglich.
Die Poesie: nur Trug und Schein wie Sonne, Mond und Bäume.

Beitrag vom 22 April, 2010 (00:10) | Autor: Elvira Surrmann | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | (6) Kommentare


Skalli III

16 April, 2010 (16:36) | Kathrin Drescher | netz@uge.nblick | 1 Kommentar

Von der Dunkelheit, die auch Licht ist.

Beitrag vom 16 April, 2010 (16:36) | Autor: Kathrin Drescher | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | (1) Kommentar


Jetzt vor tausend Jahren

13 April, 2010 (22:52) | Hartmut Sörgel | netz@uge.nblick | 1 Kommentar

 
Jeder Mensch mit Googlehupf am Hals lacht laut
weil der so fröhlich kitzelt und alles in die Pfanne haut
Der notiert sich, was er mitkriegt und will viel mehr
und erzählt dann stolz auch noch, wo und wann geklaut

Das sagt mein alter Freund Omar Khayyam.
Er begrüßt mich fröhlich und wundert sich, dass ich gar nicht weiß,
wo er so lange war. Die Geräte schreiben doch alles mit. Du musst nur nachsehen, jeder Schritt wird aufgezeichnet, Uhrzeit und Ort.
Aber wie, du lebtest vor tausend Jahren, wo bist du jetzt?
Na hier, du sprichst mit mir, ich lebe immer noch. Schau ins Internet.
Ganz neue Geräte basteln bald aus atomaren Resten alles,
wie mich, und irgendwann auch dich, wieder neu.

Das Netz holt jeden Tag und alle Zeit ins Hier und Jetzt
So leben wir mit Urahnen und auch Dinosauriern vernetzt
Keine Angst, die wandeln trotzdem weit genug von dir
Nur weil du willst, hab ich mich zu dir gesetzt

Beitrag vom 13 April, 2010 (22:52) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | (1) Kommentar


Es traf sich

14 März, 2010 (20:02) | Werner Theis | netz@uge.nblick | Kommentieren

Es traf sich, dass um diese Ecke
Ein kleiner Mann gelaufen kam.
Das Leben schien wie eine Schnecke,
Die niemals eine Wendung nahm.

Es trafen sich der Mann und ich
Kurz in des Gehwegs grauer Mitte:
Erst lächelt und dann winkt man sich –
Begrüßen nach der Väter Sitte -,

Man sagt ein nettes „Guten Tag!“
Wir eilten fröhlich beide weiter.
Fürwahr ein Mensch vom rechten Schlag!
Das denke ich und schmunzle heiter.

So bringt ein Fastzusammenprall
Den Schwung in diesen öden Morgen.
Man sollt so einen Zwischenfall
Am besten täglich sich besorgen.

Beitrag vom 14 März, 2010 (20:02) | Autor: Werner Theis | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Der Musenblitz

11 März, 2010 (14:24) | Werner Theis | netz@uge.nblick | 6 Kommentare

Es traf auf einem weiten Feld
Ein Blitz, er kam aus blankem Nichts,
Er schlug, und tat dies ohne Geld,
Ins Dichterhirn, ganz wie bestellt,
Und war der Funke des Gedichts:

Dort schlug er ein, ganz ohne Grund,
Wo es in Versen still mäandert.
Der Dichter, alt, nicht ganz gesund,
Im Schreiben sonst nicht so bewandert,
Gebar zu dieser späten Stund

Zum ersten Mal ein bisschen Kunst,
Das sich in schöne Sprache goss,
Weil, mitten aus dem Abenddunst,
Der Geist in seine Feder schoss.
Weshalb sich diese große Gunst

Ganz plötzlich aus dem Nichts ergab,
Das nimmt der Dichter mit ins Grab.

Beitrag vom 11 März, 2010 (14:24) | Autor: Werner Theis | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | (6) Kommentare


Nackte Buchstaben

26 Februar, 2010 (23:20) | Hartmut Sörgel | netz@uge.nblick | Kommentieren

  

Flimmernde Funken
wirft der Wind
in den tauenden Schnee
Hintereinander kriechen
zwei nackte Buchstaben
Verkleidete Gedichte
rennen um die Wette
in den tagebau?

Beitrag vom 26 Februar, 2010 (23:20) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Eisberg aus Gedichten

20 Februar, 2010 (22:42) | Hartmut Sörgel | netz@uge.nblick | 2 Kommentare

 
Gesichter im tauenden Schnee
Ich sammle alle
und trage sie davon

Ein Eisberg
aus Schneebildern
Bäume wispern
und neigen sich im Wind
einander zu

Spechte trommeln
trtrtrtrtrtrtrtrtr
Die Bäume tanzen

Und ich auch
mit dem Eisberg
auf dem Rücken

Fast unsichtbar
irgendwo darunter
in den Bildern

Ich tanze in die Stadt
Bäume auch und Spechte
Die Leute munkeln
ttztztztztztztztztz

Hampelmann
Klimakatastrophe
Wolkentänzer

Gedreht, gewendet
fliegt das Klima in die Wolken
nur Strophen bleiben
und ein Katarakt
aus flimmernden Gedichten
fällt in den Schnee
Eisberg in der Stadt

Beitrag vom 20 Februar, 2010 (22:42) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | (2) Kommentare


bahnsteig frankfurt

15 Februar, 2010 (18:50) | Sylvia Hagenbach | netz@uge.nblick | 2 Kommentare

wie lang 10 minuten sein können, auf einem bahnsteig,
mit hochgezogenen schultern, all die anderen
betrachtend, die mit dir schnattern, zittern, klappern,
egal ob highheels-, pelzstiefel-, turnschuh-,
gesundheitslatschen mit grünweißgeringelten
wollsocken- oder andere fußbekleidungen tragenden
-trägerinnen und träger – aus 5 minuten verspätung
werden langsam langsam 7, dann 10, dann – 15! nur
eine kleine prise von dieser vielen frischluft, denkst du,
hättest du gern vor einigen stunden im museum gehabt.
botticelli ist gefragt, begehrt, menschen stehen
schlange vor bildern, menschen tragen kopfhörer und
nicken zu erläuterungen, die der guide in ein mikrophon
raunt, menschen bilden pulks vor bildern, halten
schwarze telefonhörerartige geräte an ihre ohren und
staunen und du? versuchst den einen oder anderen blick
über schultern, köpfe, um breite rücken herum zu werfen,
hier ein heiligenschein, dort ein schöner kopf, hier ein
rosiges kind mit speckgrübchen, eine schöne junge
blonde frau mit langem haar, ein ernster strenger
herr in rot – doch verweilen ist kaum möglich,
du wirst geschoben, geknufft, überholt, in die hacken
getreten – die luft ist dick und die räume werden enger,
noch enger und du gehst, kämpfst dich durch die neu heranbrandenden besucherströme an die frische luft.
die hast du jetzt, mehr als genug. doch da, da kommt
er heran, der zug, du findest deinen platz und im
sanften schaukeln und rütteln gleitest du in einen
traum voller füße und köpfe und heiligenscheine,
die lautlos zu boden kollern, von rundlichen gören
als frisbees genutzt, bis der schaffner sein “noch
jemand zugestiegen” direkt neben dir spricht.

Beitrag vom 15 Februar, 2010 (18:50) | Autor: Sylvia Hagenbach | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | (2) Kommentare


momentmal

11 Februar, 2010 (17:41) | Werner Theis | netz@uge.nblick | Kommentieren

den moment getroffen
beim vorübergehen abgewunken
der aufgestellte mittelfinger

genasführt das überheben
das nichts mal so geschultert
was fallen gelassen

auswärtsgelallt heut
das zünglein an der waage
zunder gefeuert

champagner abgelöscht
den ganzen käse satt gerüffelt
kein schwein riecht

auf wiedersehn gefenstert
das jüngelchen verhurt
traubenweis den fuchsschwanz gekeltert

haschmich ich bin geblieben
wenn das nicht die gewohnheit
verführt

augen
blick
haft

Beitrag vom 11 Februar, 2010 (17:41) | Autor: Werner Theis | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Schnittpunkt

8 Februar, 2010 (15:50) | Werner Theis | netz@uge.nblick | Kommentieren

Du denkst, das bisschen Leben endet hier,
Und willst es irgendwie zu Ende bringen.
Du hörst die Wintervögel fröhlich singen
Und wünschtest, du wärst auch ein Federtier,

Das singt und frisst, um sich dann aufzuschwingen,
Die Himmel hoch, das jauchzt und jubiliert,
Die Tore weit, bis es erstarrt, erfriert,
Als Eiseshände es dann doch bezwingen.

Es dächte nicht und kennte auch kein Sehnen,
Es hätte Worte nicht, es zu erwähnen.
Ein leichtes Leben, einfach federleicht:

Es meinte nicht, sich wütend aufzulehnen.
Die Welt ist jetzt ganz müd. Der Mond will gähnen.
Der Schnittpunkt allen Seins ist hier erreicht.

Beitrag vom 8 Februar, 2010 (15:50) | Autor: Werner Theis | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Gedanke auf Japanisch

6 Januar, 2010 (09:43) | Uwe Schick | labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | Kommentieren

Trommler hält Rhythmus –
wie dieser mich mit sich treibt!
Natur ist das nicht.

Beitrag vom 6 Januar, 2010 (09:43) | Autor: Uwe Schick | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Wortspiel:

6 November, 2009 (09:20) | Werner Theis | netz@uge.nblick | 4 Kommentare

Du triffst die Worte, die Du gestern sprachst
Am Morgen wieder; sie erbauten nachts
Die Wut, den Zorn, den Hass: Was Ungeschlachts.
Du ahnst es kaum, Du siehst nichts, tanzt und lachst.

Gespannt der Hahn. Zündschnüre glühn: Bald krachts.
Dann bricht der Urlaut laut hervor, der Schmerz
Zerkreischt die Stille, schrillt als falsche Terz;
Am Ende stirbt das Herz: Die Tonart machts.

Erzähl mir nicht und auch nicht Dir, Du hättst
Vom Unheil nichts gewusst, das sich im Wort verkleidet.
Wer zu den Waffen greift, der wird verletzt.

Wer attackiert und fordert, der erleidet.
Es ist die Sprache, die die Grenzen setzt,
Und was Du sagst, das bare Wort, entscheidet.

Beitrag vom 6 November, 2009 (09:20) | Autor: Werner Theis | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | (4) Kommentare


Tiefbauwerke

13 September, 2009 (19:07) | Werner Theis | netz@uge.nblick | 5 Kommentare

In Tiefen graben
Wo sich Erinnerungen verkeilen
Wortfetzen stauen

Gefühle aller Art
Die querstehen oder
Wie Stichlinge ragen

Gesichter Zargen haben
Die sie aus dem Rahmen klappen
Lassen bei Berührung

Merklichkeiten wechseln
Mit Unmerklichkeiten
Ahnungen mit Gewissheiten

Nur nichts finden
Will man außer
Schätze aus

Unbezahlbar Vergangenem
Unter all den Schichten
Zu Diamanten gepresst

Beitrag vom 13 September, 2009 (19:07) | Autor: Werner Theis | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | (5) Kommentare


[bdn 51] Berlin, Opernpalais

21 August, 2009 (11:03) | Werner Theis | labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | 2 Kommentare

Erst gestern ging ich durch Berlin:
Ein wenig um die Häuser Ziehn,
Ein bisschen Jazz in dem Café
Im Grünen vorm Opernpalais.

Der Tag war warm, der Abend auch,
Das Leben wie ein alter Schlauch,
Dem Neues swingend eingegeben:
So ist Berlin. Man lernt das Schweben.

Beitrag vom 21 August, 2009 (11:03) | Autor: Werner Theis | Rubrik: labyrinth/wort.gewebt., netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | (2) Kommentare


Irgendwie heiter

4 Juni, 2009 (17:45) | Werner Theis | netz@uge.nblick | Kommentieren

Ich bin so nahe schon am Tod,
Kann zart die feine Kälte spüren.
Sie will zum Schlafen mich verführen!
Ich wehr mich, hab die liebe Not.

Und irgendwie bin ich jetzt heiter,
Weil, was auch ist, es ist, wie’s ist.
Dass man sein Ende nicht vergisst,
Ist gut, hier geht es aber weiter:

Auch wenn ich geh, ein Stück bleibt doch,
Ich bin recht gut im Hakenschlagen.
Denn springe ich ins kalte Loch,

Dann seh ich meine Kinder klagen:
Sie leben, lieben, leiden, tanzen.
Und ist das nicht der Sinn des Ganzen?

Beitrag vom 4 Juni, 2009 (17:45) | Autor: Werner Theis | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Hagelsturm

19 Mai, 2009 (10:04) | Werner Theis | netz@uge.nblick | 2 Kommentare

Nach dem Hagelsturm
Stehen die Kastanien
Im eigenen Blut

Beitrag vom 19 Mai, 2009 (10:04) | Autor: Werner Theis | Rubrik: netz@uge.nblick | Beitrag ausdrucken | (2) Kommentare




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