Beiträge zu tage-bau

Kurios

6 September, 2010 (22:27) | Hartmut Sörgel | tage-bau | Kommentieren

Im Vorbeigehen beobachtet

Gauloise zündet er sich an
ein kräftig dicker Mann
neben seinem Motorrad
in Motorradkluft
Geht zum Zaun am Fluss
Dort packt ein Mann sein Boot ein oder aus
Er fragt ihn:
Willst du los?
Der antwortet:
Mach dich weg!
Zurück kommt:
Bist ja gleich beleidigt!

Wie es weitergeht, weiß ich nicht

am S-Bahn Fahrschein Automat
Ich löse schon mal für die Rückfahrt einen Fahrschein
Eine Frau fragt: Zum Alex so lang oder so?
Wo löse ich die Fahrkarte?
Ich: Hier
Sie: Im Zug gibts keine?
Nein
Kann ich hier lösen auch mit großem Geld?
Ja, der nimmt nur bis zehn Euro
Oh, ich habe nur einen Fünfzig Euro Schein
Dann kommt wer anders an den Automat
Ich gehe und überlege?
Wollte sie täuschen?
Und entwerte nachdenkend meinen Fahrschein für die Rückfahrt
jetzt schon
Oh
was nun

Sehe im Kiosk die Zeitung
Russkij Berlin in kyrillischer Schrift
mit Schlagzeile in russisch
Deutschland eins der muselmanischen Länder…

Beitrag vom 6 September, 2010 (22:27) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


sehenswürdig

6 September, 2010 (21:55) | Sylvia Hagenbach | tage-bau | 1 Kommentar

ein halbes stündchen. nur. mit platten füßen und mulmigem kopf. im hirn ein wenig wattig. da kannst du vielleicht nach hause krauchen, gleich aus der straßenbahn raus, brav, ohne noch mal zum laden zu rennen. kein obst. kein gemüse. nur noch die drei stockwerke. dann ruhe und gut. auf den teppich. schuhe aus. augen zu. kann. muss aber nicht. es geht auch so: den kleinen platz besuchen, ein eis kaufen, die beine strecken und gucken. und gucken. und gucken. und den männern am nachbartisch lauschen. der neue flyer. was da alles rein soll. welche sehenswürdigkeiten der stadt. alle alle sehenswürdigkeiten sollen rein. und hör mal ja, das rathaus natürlich und der dings und die bums. alle! das wird was! und ich überleg: whow! was für ein zentner dieser flyer werden muss. ach was, ein doppeldoppelzentner. alle sehenswürdigkeiten allein in dieser sekunde, in diesem halben stündchen. nur. nur hier. nur jetzt. an diesem kleinen stadtplatz. das allein wär schon ein fettes pfund…

Beitrag vom 6 September, 2010 (21:55) | Autor: Sylvia Hagenbach | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (1) Kommentar


Septemberregen.

5 September, 2010 (22:40) | Ramona Linke | alptraum/ego.wunde, tage-bau | 2 Kommentare

Septemberregen.
Sie schneidet weiße Astern –
ein Tag wie ein Jahr.

Beitrag vom 5 September, 2010 (22:40) | Autor: Ramona Linke | Rubrik: alptraum/ego.wunde, tage-bau | Beitrag ausdrucken | (2) Kommentare


Aus der S-Bahn schauend erzählen die Reklame

3 September, 2010 (23:16) | Hartmut Sörgel | tage-bau | 1 Kommentar

 
Verführerisch
Dieses Ungeheuer trägt mich
schnell
und ohne Monster
Du brauchst gerade Flügel?
Ich reserviehrs
Danke Weihenstephan
Viel Spaß beim Kochen
100 ans
de Liberté
Und dann
Dirty Dancing

Beitrag vom 3 September, 2010 (23:16) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (1) Kommentar


Heute mal wieder Psychotamagotchi.

3 September, 2010 (16:58) | Angela Hornbogen | tage-bau | Kommentieren

Sie sorgt sich um mich. Aufrichtig, sagt sie so aufrichtig sie kann, und ich glaube ihr. Wirklich. Aufrichtig. Betont aufrichtig. Wirklichst und aufrichtigst also.  Wirklichstens, aufrichtigstens. Glaube ich ihr.

“Kümmere dich”, rät sie mir dringlichstens, “solange ich nicht da bin, um deine Gesundheit!” Dabei spricht sie mit Ausrufezeichen.

UM DEINE GESUNDHEIT!

Dass es plötzlich um meine Gesundheit gehen soll wundert mich nicht. Es naht eine Zeit in der das Psychotamagotchi nicht benötigt wird. Da ist dann Spielraum für eine Wartung. Das Auto kommt in der selben Zeit zum Kundendienst. Sachen die im Alltag nicht kaputt sein dürfen.

Psychotamagotchis haben ein eigenes Leben. Ich weiß das sicher. Nachts zwischen zwölf und eins spielen sie mit den Zinnsoldaten und den Teddybären und stellen sich vor, wie das wäre: ein echtes Leben!

Beitrag vom 3 September, 2010 (16:58) | Autor: Angela Hornbogen | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (11)

2 September, 2010 (15:54) | Hans Juergen John | tage-bau | Kommentieren

Intrigen – wie man sie erkennt, wie man sich wappnet, wie man sie durchkreuzt. (2)

Was für ein grausiges Thema. Mit Widerwillen gehen wir es an. Kaum diskutieren wir darüber, schon fallen uns tausend andere Dinge ein, die wir lieber täten. Aber es muss sein. Auch der Vollständigkeit wegen. Ein wichtiger Punkt, wenn nicht gar der wichtigste überhaupt, kommt jetzt:

Machen Sie einen Spaziergang. Gehen Sie auf einen Hügel. Ist es nicht wunderbar, was man von hier oben alles sehen kann? Vielleicht den See in der Ferne, Städte oder andere Hügel. Strassen, Flüsse, Autobahnen. Man hat kurz gesagt alles im Blick.
Womöglich sehen Sie in der Ferne ein anrückendes Heer. Die Armeeführung kämpft gerade gegen einen Computervirus und alle Beobachtungssatelliten sind ausgefallen. Ja womöglich…
Jetzt stellen Sie sich weiter vor, Sie würden Tagebuch schreiben. Das ist, als würden Sie auf einen Hügel gehen und hätten plötzlich Rundumsicht auf alles Schöne in Ihrem Leben. Die Menschen, die Sie lieben, die Ziele, die Sie sich gesetzt haben. Auch die paar Probleme oder Intrigen würden schon sichtbar, wenn sie am Horizont auftauchen und könnten Sie nicht unvorbereitet treffen. Das wäre ganz wunderbar.

4. Regel: Verschaffen Sie sich Übersicht und schreiben Sie Tagebuch

Schon nach ein paar Wochen merken Sie, wie sich Ihr Blick auf die Dinge verändert. Sie sehen, wer es gut mit Ihnen meint. Sie lesen Aussagen Ihrer Freunde und Kollegen und sehen: Hoppla. Der eine ist ein Schwätzer, ein Schönredner, einer der Dinge verspricht und nicht hält, so wunderbar auch die Unterhaltung mit ihm ist.
Und andere wieder sind direkt, sagen Ihnen auf den Kopf die Meinung zu und Sie hassen sie im gleichen Moment. Aus der Sicht des Tagebuchschreibers erkennen Sie jedoch nach einigen Wochen oder Monaten: Hoppla hier ist ein Mensch, der mir die Meinung sagt, damit ich meinen Weg finde, damit ich mich weiter entwickle, damit ich mit meinem Verhalten nicht überall anecke. Hier ist jemand, der mich mit allen meinen Ecken und Kanten mag und fördert.

Beitrag vom 2 September, 2010 (15:54) | Autor: Hans Juergen John | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Traum und Schatten

1 September, 2010 (23:53) | Hartmut Sörgel | tage-bau | 1 Kommentar

Der Mond wirft
meinen Schatten in die Nacht
Dann kommen Wolken

Ich bin der Schatten
verschwinde in die Nacht
einen Atemzug lang

Beitrag vom 1 September, 2010 (23:53) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (1) Kommentar


Eine Radfahrt

31 August, 2010 (22:31) | Hartmut Sörgel | tage-bau | Kommentieren

 
Mit dem Fahrrad nach Erkner
Unterwegs Kette ab
Fahrrad auf den Kopf und wieder einfädeln
In Rahnsdorf treffe ich
Kuckuckssteig und Rosenhag

Und dann Erkner
ein Schild bietet an
Wohngebiet Neuseeland
Hinziehen?
Ich schaue auf die andre Straßenseite
und lese
´modisches allerlei´
´Libellen Apotheke´
´Kino Movieland´
´Kümmels Anzeige´
und radle schauend weiter
Alte Frau ruft hinter mir:
„Kann ich mal überholen?
Weiß nicht, wohin sie wollen“
Dann überholen mich Schüler
mit großen Ranzen auf dem Rücken
freihändig fahrend
Als ich den Himmel filme
schaut rätselnd ein Passant
nach oben
In diesem Augenblick
fahren vorbei
´Der Bierkutscher´
und
´Deutsche Aktenvernichtung
gebührenfrei´

Beitrag vom 31 August, 2010 (22:31) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Eselsbilder und die Fangarme des heutigen Tages.

31 August, 2010 (18:03) | Angela Hornbogen | tage-bau | 3 Kommentare

Der Tag fing wider Willen um 3 Uhr in der Nacht an. Bis fünf Uhr unsinnige Versuche noch einmal einzuschlafen. Dann raus und an das Manuskript mit der unaufhaltsam nahenden Deadline. Sich die Zeit nehmen zu lesen, wenn man eigentlich das Gefühl hat, man müsse etwas mit den Händen tun um voranzukommen.

Im Altenheim singen wir Liede, An der Saale hellen Strande und Geh aus mein Herz. Die Alten mögen mich, weil ich eine tragende Stimme habe. Ein alter Seemann verriet mir, dass er in meiner Heckwelle sänge wie ein junger Gott, obwohl er von Hause aus gar nicht singen könne. Wir trällern Volkslieder, die ganze Liste rauf und runter. Es gibt einen Ordner mit den Texten, die können die Alten auswendig. Mir fehlen manchmal die Melodien zu den Worten, weil der Ordner keine Noten enthält. Dann stürmt ein vielstimmiger Chor auf mich ein und sie kriegen sich in die Wolle, welche Melodie die richtige ist.

Ich komme nur zu Besuch hierher. Einmal in der Woche schaue ich vorbei und auch das eigentlich nur als Rollstuhlschieberin einer Dame, die ihrerseits hier einen Besuch macht. Verwicklungen. Nichts Erstaunliches, das Leben erscheint mir immer öfter wie eine lange Reihe von Verwicklungen, auf die ich nur mäßigen Einfluss habe, die aber dennoch mein Leben mitbestimmen.

Am Nachmittag zurück ans Manuskript. Eine E-mail von meiner Verlegerin. Sie toleriert meinen Titelwunsch, wenn ich einen Zusatz akzeptiere. Ich akzeptiere gerne. Sie schreibt mir, dass sie heute losginge, um Esel zu fotografieren. Hoffentlich findet sie einen schönen. Er soll auf dem Cover meines Buches erscheinen, da muss er schön sein.

Eine ehemalige Arbeitskollegin glaubte, sie habe schon einmal als Negerprinzessin gelebt. Ich war in meinem früheren Leben bestimmt ein Esel. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob sich daran in dieser Reinkarnation viel geändert hat.

Dennoch ist das Leben gerade sehr schön. Ich arbeite gerne und freue mich auf die Veröffentlichung meines ersten Romanes.

Beitrag vom 31 August, 2010 (18:03) | Autor: Angela Hornbogen | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (3) Kommentare


Sommer in Kreuzberg VIII

30 August, 2010 (11:57) | Elvira Surrmann | tage-bau | 2 Kommentare

Sommer – Sonne – Blumen.
Auch der Kreuzberger liebt Blumen.
Nur wenige Kreuzberger haben einen Garten.
Also gehen sie auf die Straße.
Da gibt es kleinste Areale, die man durch geschickte Umzäunung von Füßen, Pfoten, Rollstühlen, Kinderwagen, Fahrrädern und Rentnerkarren frei halten kann: die Baumscheiben. Kleinste Reste sichtbarer Erdkrume zwischen Bürgersteigpflaster und Fahrdammasphalt.
Überall wird gehämmert, gesägt, werden Pflöcke in die Erde gerammt, Blumenerde wird angehäufelt, Sitzbänke designt, Drähte gespannt und Schilder angenagelt: „Betreten verboten“. Nach ein paar Sonnentagen und einigen Eimerladungen Wasser grünt und blüht es: Bärlauch, Storchenschnabel, Stockrosen – was das Samentütchen hergibt.
Bis der Gärtner in den Urlaub fährt. Nehmen wir Herrn W. zum Beispiel. Er fuhr für sieben Tage an die türkische Riviera.
Eine Busladung Touristen lässt sich, dankbar, den engen Bussitzen und den Witzen des Reiseführers entronnen zu sein, auf dem Bänkchen seines Baumscheibengärtchens in der Sonne nieder und staunt über die Naturliebe der Kreuzberger, bis das Bänkchen sich samt Besatzung leise zur Seite neigt und sanft in die Blütenpracht sinkt. Die Touristen sind froh, dass sich kein Besitzer zeigt, bedauern die geknickte Pracht und folgen dem Reiseführer brav zum Marheineckeplatz. Die abgeknickten Pflanzen welken still vor sich hin.
Hat Herr W. vergessen, seine Nachbarin um eine gelegentliche Wassergabe zu bitten? Oder hat sie jetzt endlich die Gelegenheit, ihm heimzuzahlen, dass er die Spuren nächtlicher Sauftouren auch auf ihrem Fußabtreter hinterlässt? War es einfach nur zu heiß und zu trocken? Haben sich die Pflanzen nicht von den Touristen erholt? Hat sich die Töle aus dem Nachbarhaus nicht an das Verbotsschild gehalten? Wie dem auch sei. Nach seiner Rückkehr starrt Herr W. entsetzt auf seine braun verdorrten Pflanzen und das demolierte Bänkchen.
Um seinen Wiedersehensschmerz zu betäuben, lässt er sich vom Wirt seiner Stammkneipe trösten. Dann von der Bedienung seiner zweiten Stammkneipe. Dann besucht er ein paar Kneipen, die er sonst noch kennt, und als er gegen Morgen nach Hause torkelt, stolpert er über ein Stück Draht, mit dem er das Bänkchen befestigt hatte, und überzieht die Baumscheibe mit der übel riechenden Erinnerung an die nächtlichen Tröstungen. Er hat es eilig, in seine Wohnung zu kommen, sieht aber zu dieser Tageszeit nicht mehr so gut, fingert in der Jackentasche nach seiner Brille, sinkt ermüdet auf die Fußmatte der Nachbarin. Kopfschüttelnd betrachtet er den nassen Fleck auf seiner Hose, der sich beharrlich ausdehnt.
Anne, Katrin, Lisa, Jens und Martin haben es da besser, sie fahren niemals gemeinsam in Urlaub. Die WG der Alleinerziehenden hat eine Mehrbaumscheibe umzäunt und einen Minispielplatz daraus gemacht. Jens hat einen Bruder, der Tischler ist, der hat beim Zaun geholfen und Lisas Mutter hat früher in einer Gärtnerei gearbeitet und Tipps gegeben, mit dem Rindenmulch zum Beispiel.
Konrad, der älteste Sohn von Katrin, hat das Schild gemalt: eine große rote Blume mit der Aufschrift „bite nich betrehten“.
Die Touristen staunen über die Originalität der Kreuzberger.
Aber bei aller Liebe zur Natur – nichts geht dem Kreuzberger über seine persönliche Freiheit und den Kampf darum führt er in stiller Verbissenheit.
Hat er jemanden darum gebeten, Stockrosen auf den Mittelstreifen an der Kottbusser Straße zu pflanzen? Hat ihn jemand gefragt, ob er damit einverstanden ist? Lila Stockrosen, nachdem sich im Frühjahr hier schon diese albernen Krokusse wie die Ratten am Kanal vermehrt haben? Mit ausholenden Schritten und kräftigem Auftreten verteidigt er seine Freiheit, wenn er den Grünstreifen überquert.
Das Gartenbauamt respektiert die Freiheitsliebe des Kreuzbergers, wie man am Südstern sehen kann.
Ein schmaler Rasenstreifen trennt hier Geh- und Radweg voneinander. Der Rasenstreifen trug in allerkürzester Zeit die Male des Kreuzberger Freiheitskampfes: Trampelpfade kreuz und quer.
Ein – vermutlich aus Schwaben eingewanderter – Mitarbeiter des Gartenbauamtes unterstützte den Freiheitskampf und ließ saubere, drei Schritte lange Wege zwischen Geh- und Radweg anlegen und asphaltieren.
Es ist zu erwarten, dass im kommenden Jahr naturliebende Kreuzberger auf dem verbliebenen Rasen einen Balkon bauen und darauf Tomaten und Stockrosen ziehen und in lauen Sommernächten feiern.

Beitrag vom 30 August, 2010 (11:57) | Autor: Elvira Surrmann | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (2) Kommentare


an tagen wie diesem…

29 August, 2010 (19:55) | Sylvia Hagenbach | tage-bau | 2 Kommentare


ich habe schlechte laune, verdirb sie mir nicht! sagte eines tages mein
cousin zu meinem onkel. heut hätt ichs sagen können – äh – was kommt da alles vom himmel gestürzt, cats and dogs sagt der englishman und morgen ist montag. lauselausekalt ists. es hilft nicht: in der küche stehen, mit den töpfen scheppern. es hilft nicht: mit heißem wasser abwaschen. es hilft nicht: aus dem fenster gucken. es hilft nicht: auf dem sofa liegen unter der blauen wolldecke und lesen. das buch zieht nicht richtig, dafür alles andere. die fenster klappern, die kerzenflamme zittert. ich auch trotz decke, alles nicht gemütlich. film gucken: langweilig. aufräumen: langweilig. wäsche abnehmen: langwei… die wäsche flattert durch die wohnung, kein wind, nein: da ist musik drin, im radio! da fängts an zu shaken, so im becken tacketack, die hüften machen 8ten, die beine zucken, die füße stampfen, die rote wäsche hüpft, revolution, revolution, bis in den wäscheschrank, haha, das stampft und trampelt und schüttelt und hüpft, schön, die unternachbarn sind verreist und frieren in Hamburg, also druff immer druff, haha! Sylle? tanzt du? rufts aus dem nebenzimmer. vor freude? nee, vor kälte. haha. aber doch: hat was, das geht so weiter, bis mir warm ist. und sagte nicht diese tanztante Roth: wenn du paar wochen lang jeden tag ne halbe stunde kräftig tanzt, nimmst du feste ab, ganz sicher! hm. hoffentlich kommt jetzt nicht gleich die nächste hitzewelle um die ecke geschwappt…

Beitrag vom 29 August, 2010 (19:55) | Autor: Sylvia Hagenbach | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (2) Kommentare


Es gibt die Vielen

29 August, 2010 (15:56) | Werner Theis | tage-bau | Kommentieren

Es gibt die Vielen, die tatsächlich meinen,
Sie wüssten, wie sich’s anfühlt, ein Gedicht;
Sie wissen sicher viel, doch jenes nicht:
Wer glaubt, das zu besitzen, ist den kleinen,

Den wichtigen, den letzten Schritt gegangen
Und hat die Grenzen überschritten, die
Man in Gewissheit überschreitet, nie
Zu der Bescheidenheit mehr zu gelangen,

Die nötig ist, um wirklich das zu fühlen,
Was Dichtung sei, ganz leicht und trotzdem schwer
Genug, die tiefen Gründe aufzuwühlen,

Zu füllen, was unendlich inhaltsleer,
Die Freuden mit den Schmerzen zu umspülen.
Die Wenigen, die‘s fühlen, schenken’s her!

Beitrag vom 29 August, 2010 (15:56) | Autor: Werner Theis | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Katze wieder da,

29 August, 2010 (14:05) | Angela Hornbogen | tage-bau | 1 Kommentar

und: JA, sie war wirklich weg.

Zwischenzeitlich kam die Katze relativ unbeschadet wieder (sie war tagelang in einer Garage in der Nachbarschaft eingesperrt) und dazu kam auch noch ein Verlag für mein erstes Manuskript. Viel Freude also derzeit und viel Arbeit. Bald lasse ich mehr von mir hören. Es dauert ein bisserl, bis ich mich hier auf der Seite einigermaßen auskenne. Da ist Vieles, was noch durchschaut werden muss.

Beitrag vom 29 August, 2010 (14:05) | Autor: Angela Hornbogen | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (1) Kommentar


Für Hartmut, den unermüdlichen Wortweber

28 August, 2010 (03:45) | Hans Juergen John | tage-bau | 4 Kommentare

Beitrag vom 28 August, 2010 (03:45) | Autor: Hans Juergen John | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (4) Kommentare


Musik eines Spaziergangs

27 August, 2010 (22:06) | Hartmut Sörgel | tage-bau | 2 Kommentare

 
tsch tsch trrsch
hallo he
bwwww
kfuw
schrschrschr
hiihaajhahah
eins zwei drei vier
eihiui
brsssbbrreesssssrressss
fffffffff
ffffffffffffffffffffffffff
weil ich dachte
wir können ruhig
erst bis dahinter
ja
zyklame weg
ttttik
taatütatatatütaüaüaüaüa
Bitte keine Spatzen füttern
komm schon die Hochzeiter
ne?!
tttttttrtrtrtrtr
huuuii
wwwww
bbbwebbbwwww
rürürürür
klick bbbbbwwwwwwwww
tresssbbbwww
bbrrrruuuu
wuiz zuitz
ziirrtz
wegen dem Geräusch nach hinten
wegen dem Regen
irgendwie
njaa
kann doch nicht sein
ne
hier schon wieder
goldne Hochzeit
jetzt wirds eng
sehr eng
hab noch keinen Mann
tptptptptptptpt
btötz btööötz
tzötzö
krkrkrkrkr
puitschschuitsch
wuit wuitsch wuitsch tschuit witsch

Beitrag vom 27 August, 2010 (22:06) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (2) Kommentare


Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (10)

27 August, 2010 (12:28) | Hans Juergen John | tage-bau | 2 Kommentare

Intrigen – wie man sie erkennt, wie man sich wappnet, wie man sie durchkreuzt. (1)

Lange angekündigt und nun online: Die Dunkle Seite in der Seele des Menschen – Intrigen, oft im Gewand von Mobbing und Co.

Wer kennt sie nicht, eine der Königinnen der Intrige, Lady Macbeth aus Shakespears “Macbeth”. Es heisst über sie: Sie konnte lächeln und aussehen wie die unschuldige Blume und war doch tatsächlich die Schlange darunter.” Und an anderer Stelle: “Und sie begann Worte in sein Ohr zu träufeln wie Gift….” So erreicht sie, dass ihr Mann, ein erfolgreicher Feldherr, seinen König ermordet.

Und so wissen wir schon, wie sie daher kommt, die Intrige: lächelnd. Warum? Das Lächeln ist der Schlüssel zum Herzen eines jeden Menschen. Es soll uns signalisieren: Ich tue dir nichts und erwarte daselbe von dir. Doch manchmal sollten wir uns daran erinnern, dass das Zähne zeigen auch ein Angriffssignal sein kann. Ein Lächeln kann Freundlichkeit signalisieren und Hinterlist verbergen. Eine Allzweckwaffe also, sowohl defensiv als auch offensiv einsetzbar.

Was sucht ein Abschnitt über Intrigen ausgerechnet in einem Artikel “Wie man Probleme löst und Ziele erreicht”?
Wir haben gelernt: Regel Nummer drei lautet: “Sehe das Schöne und Gute und rede darüber. Sehe das Schlechte und Böse und schweige es weg”. Keine Regel ohne Ausnahme. Wie wollen Sie Ihre Ziele erreichen, wenn Ihr Weg mit gefällten Bäumen versperrt wurde und Sie nicht wissen, wer hinter der Motorsäge steckt?

Wir reden gerade über seltene Ereignisse. Warum sollte Ihnen jemand etwas Böses wollen? Glauben Sie an das Gute im Menschen und Sie werden herzensgute Menschen anziehen wie Boss die Geschäftsleute.

Beitrag vom 27 August, 2010 (12:28) | Autor: Hans Juergen John | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (2) Kommentare


Ein Musikbild

26 August, 2010 (22:48) | Hartmut Sörgel | tage-bau | Kommentieren

Händel Concerto grosso

Händelfestspiele Halle Juni 2010
gespielt von Academia byzantina aus Italien
am 26.8.10 im DLF gesendet

 
Die
Sonne
überm Fluss
in vielen Farben leuchtend
riesengroß am Horizont ganz nah
und im Fluss nochmals
tanzend in
blau, gelb, rot,
weiß, schwarz,
grau, grün, orange
die leichten Wellen
ineinander

ein Baum am Ufer
der auch im Wasser tanzt
und Spaziergänger
zwitschern
trillern
tirilieren

Ein Bussard
fliegt zur Sonne
mit schnellem
Flügel
s
c
h
l
a
g

Beitrag vom 26 August, 2010 (22:48) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | Kommentieren


Liebe lie li Libelle

25 August, 2010 (22:55) | Hartmut Sörgel | tage-bau | 2 Kommentare

Die Azurjungfer
auf einem Erlenblatt über dem See
Ich verliebe mich und schaue sie an
Da summt ein feines Stimmchen:
„Ich liebe dich“
„Oh, du kannst sprechen!“
„Ja, ich kann zaubern
Fliege los, du Lieber
Auch du bist eine Libelle“
Was?
Ja, du bist meine Liebelle
Wirklich, ich fliege auf, sie hinterher
Wir bilden ein Rad
und tanzen durch die Bäume, die übern See ragen

Beitrag vom 25 August, 2010 (22:55) | Autor: Hartmut Sörgel | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (2) Kommentare


Katze tot? Katze fort?

25 August, 2010 (21:02) | Angela Hornbogen | tage-bau | 9 Kommentare

Festgestellt, dass die Katze ein Teil meiner selbst geworden war. Ist sie tot? Ist sie fort? Im Grunde bleibt sich das in der Ungewissheit gleich. Die Ungewissheit hingegen ist ein Schmerz, für den es kaum ein Ende zu finden gibt. Wahrscheinlich ist die Ungewissheit der Schmerz schlechthin. Ich spüre ihr Seidenfell noch tausend Jahre – und einen Tag. Sie hieß unkreativ, sie hieß Minka, aber sie war alles für mich. Für eine Weile.

Beitrag vom 25 August, 2010 (21:02) | Autor: Angela Hornbogen | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | (9) Kommentare


Wie man Probleme löst und Ziele erreicht (9)

25 August, 2010 (10:49) | Hans Juergen John | tage-bau | Kommentieren

Woher kommt die Erkenntnis (2)

Glücklich kann sich schätzen, wer Menschen trifft und kennt, die ihr Wissen und ihre Erfahrung uneigennützig teilen.
Mein älterer Freund erzählte von der grossen Kraft, die in jedem Menschen wohne. Und dass alles in jedem angelegt sei: Glück, Trauer, Leid, Armut, Reichtum, Trennungen und erfüllte Beziehungen. Dass aber viele Menschen dies und ihren Sinn ausserhalb suchen. So wie man zum Trinken in eine Kneipe gehe, obwohl dies auch zuhause möglich sei. Demnach wäre der wochenendliche Besuch in der Disko ebenso überflüssig wie das Reisen in ferne Länder oder die Sinnsuche über eine Partnerschaft.

Wozu weit gehen, wenn alles in uns ist und wir uns nur dessen bewusst werden müssen, um zufrieden und glücklich sein zu können? Keine Feldwege, keine Umwege mehr auf dem Wege zum Glück, sondern gleich die Autobahn?

Das würde für uns und unsere Probleme oder Ziele bedeuten, dass wir der Ursprung von allem sind und somit auch die Lösungen in uns tragen.

Mit dieser Erkenntnis wird sich unser Ziel beziehungsweise die Suche danach grundlegend ändern: Da wir selbst der Ursprung von allem sind, ist sofort klar, wo die Suche beginnen muss, wenn sie Aussichten auf Erfolg haben soll: Bei uns.

Beitrag vom 25 August, 2010 (10:49) | Autor: Hans Juergen John | Rubrik: tage-bau | Beitrag ausdrucken | Kommentieren




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